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Mittwoch, 9. Januar 2019

Da wären wir wieder beim Thema - Selbstversorger
Es ist schade, ein schnelles WhatsApp, Facebook, Instagram oder ein schneller Satz auf Twitter. Geht alles ruckzuck.
Dabei lese ich selber so gerne in den Blogs. Mittlerweile machen sich aber viel weniger Menschen mehr die Mühe.
Gerade habe ich aufgrund der Schneemassen im Alpenraum nach Blogeinträgen gesucht und relativ wenig gefunden.
Dabei wäre es gerade jetzt so spannend, wie es sich eingeschneit z.B. in Obertauern lebt.
Wir sind ja auch betroffen und ich kann nur soviel sagen, das Leben verlangsamt sich. Wenn man vernünftige Arbeitgeber hat, werden im Interesse aller Dienstbesprechungen abgesagt, damit man abends bei Schneesturm nicht auch noch ausrücken muß.

Die Geschäfte sind leergefegt, nicht unbedingt an Lebensmitteln, sondern die Menschen bleiben eher daheim und verschieben aufschiebbare Dinge auf einen späteren Zeitpunkt.
Unser Lagerhaus hat überhaupt seit 2 Tagen wegen Schneefalls geschlossen. Kann ich ihnen nicht verübeln und warum auch nicht.
Wir sind es gewohnt, alles immer sofort zu haben, fahren wegen 1 kg Brot zum Bäcker. Viele haben keine Vorratshaltung mehr.
Wir kommen locker 2 Wochen mit unseren Vorräten aus. Und es muß ja nicht zwangsläufig immer alles vorhanden sein. Verhungern werden wir nicht.
Wir sind es nicht mehr  gewohnt, Termine nicht einzuhalten oder einfach zu sagen, sorry heute geht es einfach nicht. Alles muss jetzt und sofort passieren. 
In Obertauern wird gerade das Brot wieder selbst gebacken und auch die Schigäste damit mit versorgt. Milch dürfte es auch genug geben, da es ja genug Bauern gibt.
Es geht also, die regionale Versorgung - wenn man will.
Ich stelle mir das jetzt mal so bildlich vor - da werden Milch, Brot und Gebäck an Hotels direkt geliefert und nicht mit Lastwagen von sonstwoher gekarrt.
Eigentlich bizarr unter normalen Umständen wird die Milch mit dem Milchwagen hinaus transportiert, kommt in die Molkerei und kommt auf Umwegen in verarbeiteter Form wieder zurück
Joghurt, Butter, Topfen, Frischkäse würden sich aber ganz leicht selbst in einer Landwirtschaft herstellen lassen. Wenn sogar ich es machen kann.
Ah Hygienevorschriften! Die sind vermutlich in Obertauern jetzt ein bißchen in den Hintergrund getreten, kann ich mir vorstellen. Immer wieder lese ich auf Facebook im Selbstversorgerforum "muss ich die Milch abkochen?"
Nein muss man nicht. Bei uns  ist noch keiner krank geworden. Wir sind schlicht und einfach schon so weit weg von der Natur, dass wir uns gar nicht mehr vorstellen können, die Milch direkt von der Kuh zu trinken. Bzw. ich bin jederzeit bereit zu glauben, dass so mancher Durchfall davon bekommt, weil der Körper es gar nicht mehr anders kennt.
Tja dann werde ich jetzt mal schneeschaufeln gehen, mir Zugang zu meinen Kaninchen verschaffen und bei den Hühnern Eier einsammeln gehen.
Wie gesagt uns gehts gut und wir verhungern nicht.

Samstag, 21. September 2013

Tiere sind Wegbegleiter

Wenn Tiere mit Kindern von klein auf zusammen sind, darf man dann ein Begräbnis mit Englein und Kerzen machen?
Sollen Kinder die Möglichkeit haben sich ordentlich zu verabschieden?
Als kürzlich 2 kurz hintereinander verstorbene Tiere so beerdigt wurden, kam prompt Kritik. Mensch und Tier sind vor Gott nicht gleich. Die brauchen keine Englein am Grab.
Wer sagt das?
Die Bibel? Da muß ich mal nachschlagen.
Dann frage ich mich, warum jeweils ein Paar in die Arche Noah verfrachtet wurde.
Warum hat Gott sich wohl die Mühe gemacht? Wäre wohl einfacher gewesen, die Menschen und ein paar Nutztiere zu retten.
Die Englein haben dem Kind auf jeden Fall dabei geholfen, mit seiner Trauer fertig zu werden. 
Anderer Gedankenansatz:
Kinder und auch Erwachsene sehen Haustiere meistens als Weggefährten. Vor allem für Kinder bedeuten sie oft Halt in traurigen Situationen. Ich habe oft genug gesehen, wie meine Tochter sich bei unserer Katze getröstet haben. Tiere beruhigen. Verdienen sie dann nicht ein ordentliches Begräbnis? Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht dafür Tiere zu vermenschlichen. Aber sie verdienen unseren Respekt, auch wenn sie als Nutztier gehalten werden, haben sie das Recht auf ein anständiges Leben.
Vielleicht liegt da der Hund begraben (entschuldigt bitte diese Redewendung). In der althergebrachten Einstellung, daß Tiere dem Menschen unterlegen sind, dem Menschen nicht gleich sind. Keine Seele haben, wie manche denken. Ist das der Grund, daß wir Tiere in Massenställen halten und sie ausbeuten? Unter grauslichsten Bedingungen halten?
Weil die kirchliche Einstellung besagt, daß wir Menschen die Krone der Schöpfung sind.
Dann lohnt es sich durchaus diese Einstellung mal zu überdenken.
Weil wenn wir wirklich die Krone der Schöpfung sind, dürften wir eigentlich unsere Mitbewohner auf Erden nicht so mies behandeln.