Sonntag, 26. Juni 2016

Sauerrahm selbst herstellen

Da ich die Milch immer vom Bauern hole, habe ich kürzlich versucht Sauerrahm selbst herzustellen. Ich habe ja diesen wunderbaren Joghurtbereiter MyYo, welcher keinen Strom benötigt, da er im Prinzip wie eine Thermoskanne funktioniert.  Was mit Joghurt funktioniert, muss also für Sauerrahm genauso funktionieren.
Die Milch habe ich nach dem Abholen einen Tag im Kühlschrank stehen gelassen. Danach habe ich den Rahm von der Milch abgehoben. Den Rahm habe ich auf handwarm erwärmt und mit einem 1 EL gekauften Sauerrahm geimpft.
Heißes Wasser in mein MyYo gefüllt und dann fast 36 Stunden gewartet und !Hurra! es schmeckt nach Sauerrahm. Es ist zwar etwas flüssiger als der klassische Sauerrahm, welchen es bei uns in Österreich zu kaufen gibt, aber das stört mich überhaupt nicht. Für meine Zwecke wie Aufstriche oder Saucen ist er wunderbar geeignet. 



Wer nicht die Möglichkeit hat Milch vom Bauern zu holen kann natürlich einfach gekauften Schlagrahm/Sahne zur Herstellung von Sauerrahm verwenden. 


Samstag, 25. Juni 2016

Einkochzeit

Der Sommer hat uns wieder und damit geht die Einkocharbeit wieder los.
Wir haben letzten Winter von den eingekochten Sommergrüßen sehr profitiert und auch jetzt steht noch einiges in meinem Vorratskeller.
Die Einlagerungszwiebel haben fast bis April gereicht. Somit wissen wir, dieses Jahr müssen wir mehr ernten.
Um auf das Thema dieses Blogs zurückzukommen: Ja wir haben mit dem Einlagern von eingewecktem Gemüse, hausgemachten Säften, Marmeladen, Chutneys und Lagergemüse wirklich Geld gespart. Vor allem bei den Kartoffeln hat sich das wirklich bemerkbar gemacht.
Vieles an Gemüse habe ich auch eingeweckt, da mein Gefrierschrank viel zu wenig Platz für diese Unmengen an Gemüse hat.

Heuer haben sich bereits die Erdbeeren sehr gut angelassen.
Und da wir gerne untereinander tauschen, habe ich das Feld einer Freundin abgeerntet und für uns und sie Marmelade eingekocht.
Ihre Tochter ist ein großer Fan meiner Erdbeermarmelade. Deshalb hat die Marmelade auch ihren Namen bekommen.

Und nachdem es endlich etliche Tage ohne Regen gab, konnte ich nun auch endlich mit dem Einkochen von Holunder- und Kräutersirup beginnen.

Rezept Holundersirup:
Einige Handvoll Holunderblüten
jeweils 3/4l Wasser auf 1 kg Zucker sowie 1 EL Zitronensäure

Zucker mit Wasser und Zitronensäure aufkochen

und über die Blüten in einen Topf oder Kübel gießen
48 Stunden an einem kühlen Ort (z.B. im Keller) zugedeckt ziehen lassen.
Danach Blüten durch ein Sieb oder Tuch abseihen. 
Sirup nochmals aufkochen und heiß in Flaschen füllen. 

Natürlich bietet sich an davon gleich eine größere Menge zu machen, also Zucker-, Zitronensäure und Wassermenge entsprechend multiplizieren. 

Für den Minzsirup mische ich immer meine Minzsorten aus dem Garten. In meinem Fall ist das Apfelminze, Pfefferminze, Zitronenmelisse und Schokominze.


Für unseren Eigenbedarf habe ich meistens eher größere Flaschen, für nette Mitbringsl oder Geschenke bieten sich kleine Flaschen an. 


Sonntag, 22. November 2015

Ein letzter Sommergruß

Der Winter hat Einzug gehalten.
Gestern habe ich noch ein paar Löwenmäulchen für die Vase Milchkuddel geerntet. Und mein Mann hat die letzten Schätze des Sommers geerntet.
Durch den Frost haben vor allem Wirsing und Kohlrabi noch eine süßliche Note

bekommen.

Donnerstag, 19. November 2015

Hokkaido-Kürbis so vielseitig

Dank unserer reichen Ernte tummeln sich noch mindestens 8 Hokkaido-Kürbisse bei uns.  Von Wirsing, Kraut und Kohlsprossen gar nicht zu reden. 
Kürbiscremesuppe wird auf Dauer auch langweilig. Alternativen sind gefragt. Diese Hokkaido-Kartoffel-Nockerl sind bei uns wirklich auf Begeisterung gestossen. 
Sohnemann hat sich mittlerweile angewöhnt vor dem Motzen zu fragen, ob das Essen sehr aufwendig war. Ja war es! Aber es hat sich gelohnt.
Hokkaido-Kartoffelnockerl
1 Hokkaidokürbis
2 große mehlige Kartoffeln
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Eigelb
Mehl glatt nach Bedarf

Kürbis entkernen, Kartoffel weich kochen, noch heiß durch die Presse drücken bzw. mit dem Kartoffelstampfer bearbeiten. 
Alle Zutaten bis auf das Mehl zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Soviel Mehl hinzufügen, dass man daraus Kugeln formen kann. Kugeln flach drücken und in siedendem Salzwasser kochen bis sie oben schwimmen. 
Anschließend mit ein wenig Olivenöl in der Pfanne braten. 

Serviert habe ich die Nockerl auf Wirsingsalat. 
Dazu Wirsing klein schneiden, blanchieren. 
Dressing
1 Eigelb, 2 EL Olivenöl, Senf 
im Standmixer pürieren, anschließend 1 EL Weinessig hinzufügen, nochmals durch mixen. 

Kürbis aus dem Ofen

Kürbiskerne entfernen. In Streifen schneiden. Kürbisstreifen am Backblech mit Olivenöl bepinseln. Salzen und pfeffern.  Bei 200° ca. 20 min backen.
Dazu unsere Kohlsprossen aus dem eigenen Garten. Ca. 10 min in Salzwasser gekocht und mit gerösteten Speckwürfeln in der Pfanne kurz durch geschüttelt.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Erntezeit

Den ganze Sommer haben wir fleißig im Garten und in der Küche gewerkelt, um uns einerseits mit frischem Gemüse zu versorgen und andererseits genügend Vorräte für den Winter anzulegen. Tatsächlich habe ich es in einer Woche geschafft nur 13 € auszugeben. Der Garten ernährte uns.
Zwiebeln und Kartoffeln wurden eingelagert. Dabei habe ich festgestellt, dass sich die Schmalztöpfe besonders gut für Zwiebeln eignen.
Ganz haben wir die Einlagerung noch nicht perfektioniert. Dazu würden wir noch Kisten mit Sand für Gemüse benötigen. Aber es ist ja auch unser erstes Jahr. Dafür wurde viel eingefroren, Gemüse eingelegt, Chutneys und Marmelade gemacht.


massig Hokaidokürbisse


Säfte aus Holunder und Kräutern


lustige Gurken

meine Schmalztöpfe

grüne Bohnen

unser Garten Anfang August
unsere Kartoffelernte
eingelegtes Gemüse

Montag, 19. Januar 2015

Fruchjoghurt - das Milchexperiment geht weiter

Ich kann es nicht lassen,
also habe ich
ca. 250 g Himbeeren
mit Milch (auf ca. 35° erwärmt)
ca. 2 Teelöffel Agavendicksaft (je nach Geschmack)
1 Msp Vanille aus der Vanilleschote
und als Starter Bio-Naturjoghurt 150 g

in den Standmixer geworfen
und dann in meinem neuem Joghurtbereiter 12 h stehen gelassen.

Das Ergebnis war leider etwas zu flüssig
also nennen wir es jetzt einfach mal Trinkjoghurt. Es schmeckt nämlich ganz wunderbar.
Und wieder sind wir einen Schritt weg von den Plastikverpackungen.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Müll vermeiden durch selber machen oder wieder mal Joghurt

Ich habe ja das wunderbare Privileg, daß ich mir die Milch vom Bauern holen kann. Das kann ich immer mit einem kleinem Spaziergang und einem netten Ratscher mit der Bäuerin verbinden. Ach ja Kälber und Kätzchen streicheln nicht vergessen.

Seit längerem experimentiere ich nun schon herum, was man sonst noch alles aus der Milch machen kann.
Da ich meine Thermoskanne leider durch fahrlässiges Umrühren geschrottet habe, habe ich jetzt einen myYo Joghurtbereiter auf Willhaben gebraucht erstanden.
Natürlich sofort nach Ankunft ausprobiert und siehe da heute habe ich wunderbares stichfestes Joghurt im Topf. Einziger Nachteil man kann es nicht vorab schon in Gläser füllen.
Ich habe lange hin- und her überlegt, ob ich mir einen Joghurtbereiter mit Gläser und Stromanschluß oder einen ohnen Strom zulegen soll. Die Entscheidung fiel dann zugunsten der energiesparenden Variante.

Einfach kochend heißes Wasser in den Behälter einfüllen und die auf 35° erwärmte Milch mit 100 ml stichfesten Joghurt verrühren und einfüllen. Ca. 12-14 Stunden stehen lassen.

Das Feine an der Bauernmilch ist, ich habe den Rahm gleich dabei.
Seit einiger Zeit tüftle ich schon daran, wie man Sauerrahm herstellt. Noch bin ich nicht ganz zufrieden.
Dazu habe ich mir jetzt ein wunderbares Buch auf meinen Tollina runtergeladen mit umfangreichen Informationen und Rezepten auch für die ganz normale Küche


Und nun zum Müll:
Seit ich die Milch vom Bauern hole, hat sich mein Müllberg deutlich reduziert. Noch mehr dadurch, wenn auch Joghurt und Rahmbecher wegfallen.
Ansonsten leben wir ja sehr bescheiden. Ich kaufe ja auch kaum Saftflaschen oder ähnliches.
Zu Weihnachten hatten wir eine liebe Freundin zu Besuch. Und sie ließ es sich nicht nehmen auch mal einkaufen zu gehen.
Das finde ich ja auch wahnsinnig nett und rücksichtsvoll und vermutlich sind ihr auch die Säfte abgegangen (Lach). Meine Vorräte hatten sich nämlich erschöpft. Da wir kürzlich umgezogen sind, hatte ich im Sommer nicht soviel Zeit zum Einkochen.
Aber ich war dann eigentlich schockiert, wieviel Müll bei so einem Einkauf tatsächlich anfällt. Safttüten, Plastikflaschen, Chipstüten. Alles Dinge, die wir eigentlich komplett reduziert haben.