Mittwoch, 15. November 2017

Ofenanzünder

Was tun mit Kerzenresten?
Wenn man Seifensiederin ist, hat frau ja eine große Auswahl an Silikonformen. Ja ich weiß Silikon ist Plastik. Aber wegwerfen werde ich sie jetzt auch nicht. Ich kaufe keine mehr, ich tausche nur mehr.
Aber zurück zu den Kerzenresten. Es spukt mir schon eine ganze Weile im Kopf herum, daraus Ofenanzünder zu machen.
Heute war es soweit.
Her mit einem uralten Topf meiner Oma. Angeblich stand das Teil schon in den 50er Jahren am Ofen.
Eine gereinigte Katzenfutterdose und jede Menge angebrauchte Weihnachtskerzen und andere nicht mehr benutzte Kerzen. Im Wasserbad erwärmen.
In der Zwischenzeit habe ich den Sägemehlvorrat meines Mannes geplündert und ein wenig im Holzschuppen zusammengekehrt und mir kleine Holzteile zum Sägemehl gepackt.
Ein Pappeierbehälter und einige sehr trockene Lavendelstängel machen die Vorbereitungen komplett.
Abwechselnd habe ich nun Sägemehl, Holzkleinzeugs und Wachs in die Silikonformen gefüllt. Ein paar Tropfen ätherisches Öl daraufgeträufelt. Bei einigen Formen habe ich in das nicht erstarrte Wachs abgebrochene Lavendelstengel gesteckt, um den Ofenanzünder dort anzünden zu können. In andere habe ich kleine abgerissene Streifchen des Eierbehälters gesteckt.
Ich musste ja erst ausprobieren, welches besser brennt.
Beides brennt, vorausgesetzt ihr steckt genug Stengel hinein. Es muss unbedingt etwas zum Anzünden ohne Wachs aus den Ofenanzündern herausschauen, damit das Ganze auch funktioniert.
Abkühlen lassen und ausformen.

Nochmal kurz zusammengefasst:
Das benötigt ihr:
Einen alten Topf
Aludose
Kerzenreste
Sägespäne
Ein wenig Kleinholz (am besten den Holzschuppen zusammen kehren, da findet sich schon was)
Pappeierbehälter
oder kleine Äste, die gut brennen
Silikonform

Wenn ihr keine Silikonform opfern wollt, weil ihr sie doch lieber zum Backen nehmt, könnt ihr auch den Eierbehälter nehmen und eure Ofenanzünder darin machen. Nach dem Erkalten einfach auseinanderschneiden.



 Hier sind einige aus einem Eierbehälter


Mittwoch, 23. August 2017

Tomatensauce

Jede Menge Tomaten habe ich eingekocht, damit wir nicht auf die gekaufte Tomatensauce angewiesen sind.
Auch wenn ich immer nur die passierten Tomaten kaufe, ist eigentlich nirgends ersichtlich, woher die Tomaten eigentlich stammen.
Da meine eigenen noch nicht sehr reif sind, zumindest nicht in rauhen Mengen, habe ich 8 kg österreichische Tomaten gekauft.
Tomatensauce: (Rezept für 2 kg)
Tomaten kleinschneiden oder vierteln
etwas Knoblauch
1TL Salz
1 TL Weinessig
kochen bis sie weich sind
durch die flotte Lotte passieren - die Schalen und Kerne haben dann die Hühner bekommen
in Gläser abfüllen.
im Weck-Automat bei 90° 30 min einkochen.
Herausnehmen und abkühlen lassen.

Somit habe ich eine gute Basis für weitere Saucen, sei es nun Sauce Bolognaise und Tomatensauce mit Kräutern etc.

Dienstag, 8. August 2017

Kürbischutney


Dieses Rezept hat es mir angetan. Eine wunderbare Mischung aus süß-sauer-exotisch.
Der erste Hokaidokürbis ist reif und ich konnte nicht widerstehen.







Hier das Rezept dazu:
Kürbischutney
1 kg Hokaidokürbis entkernt und in kleine Stücke geschnitten
500 g Äpfel entkernt und in Stücke geschnitten
50 g Ingwer in schmale Streifen geschnitten
2 EL Senfkörner
1 TL Schwarzkümmel
800 g Apfelessig
400 g Zucker
1EL Salz

Alle Zutaten bis Zucker und Salz zusammen in einen Topf geben und kochen bis der Kürbis bißfest ist. Zucker und Salz hinzufügen und ca. 1 h unter häufigem Rühren köcheln lassen bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist und das Chutney eine cremige Konsistenz hat. Ich bin dann noch mit dem Pürierstab darangegangen. Das ist aber Geschmackssache.
In die vorher steriliserten Gläser füllen, fest verschließen und im WECK-Automat bei 90° 30 Minuten lang einkochen.
Passt wunderbar zu Fleischgerichten, ich kenne aber auch Leute, die mein Chutney einfach so löffeln.

Sonntag, 6. August 2017

Colakrautsirup

Im Frühjahr haben wir Colakraut für den Garten erstanden. Google sagte uns, dass Colakraut auch unter Eberraute bekannt ist.
Reibt man das Kraut riecht es wirklich nach Cola.
Ich habe es jetzt zu Sirup verarbeitet und tatsächlich - mit Soda verdünnt schmeckt es nach Cola. Unser eigenes ganz natürliches Cola.


Colakrautsirup Rezept:
Einige Handvoll vom Colakraut
1 kg Zucker
3/4 l Wasser
1 EL Zitronensäure

aufkochen und Kraut damit übergiesen. 2-3 Tage zugedeckt an einem kühlen Ort stehen lassen.
Erneut abkochen, Kraut abseihen und heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen. 
Natürlich könnt ihr die Menge verdrei- oder vervierfachen. Je nachdem wieviel Kraut ihr habt und wieviel Sirup ihr machen wollt. 
Hier auf dem Foto habe den Sirup mit 3 kg Zucker angesetzt. 

Noch ein Wort zum Sterilisieren:
Eine Fettpfanne mit Wasser füllen, Flaschen leer hineinlegen und bei 150° im Backofen 15-20 min steriliseren. Sobald im Wasser Blasen aufsteigen Zeit messen. Durch den Wasserdampf werden die Flaschen oder Marmeladegläser sterilisiert.

Freitag, 4. August 2017

Waldbrombeerengelee

Unter großem Einsatz war ich heute mit unserem Hund im Wald unterwegs und habe den Kampf gegen die Dornen gewonnen.
1 kg habe ich den Brombeerenhecken abgerungen, obwohl sie sich heftig gewehrt haben. Aber Waldbrombeeren sind einfach etwas Besonderes, einfach weil sie viel mehr Vitamine als die gehätschelten Gartenbrombeeren haben.
Unser Hund war weniger begeistert und folgte mir gar nicht gerne durch das Dornengestrüpp.

Wie bei den letzten roten Johannisbeeren habe ich diesmal auch komplett auf Gelierzucker verzichtet.
Saure Früchte gelieren ohnehin ganz gut. Und die sauren Klaräpfel enthalten ebenfalls Pektin.
Hier nun das Rezept: 
1 kg Brombeeren
1 kg Zucker
1 EL Zitronensäure
4 kleine Klaräpfel (Gehäuse entfernt) und im Multizerkleinerer zerhäckselt.

Alles zusammen im Topf langsam erwärmen und 10-15 min langsam köcheln lassen.
Dann kommt es bei mir durch die "Flotte Lotte", weil keiner von uns die Kerne gerne mag.
Danach aufkochen, Gelierprobe machen und in die sterilisierten Gläser abfüllen. 

Es gibt auch die Möglichkeit Pektin selbst herzusstellen. Noch etwas, dass auf meiner Todo-Liste steht.

Alles in allem wieder was gespart. Gelierzucker 1:1 kostet in Österreich 1,39 Euro und ist praktisch nie im Angebot. Der 2:1 oder sogar 3:1 Gelierzucker, welcher öfter im Angebot ist, rühre ich nicht an, weil ich das ganze chemische Zeug nicht mag. 10 kg normalen Kristallzucker bekomme ich um Euro 6,90. Also 69 Cent pro Kilogramm.
 

Mittwoch, 2. August 2017

Einwecken

Im Juni habe ich mir einen WECK-Automat geleistet. Unser Gefrierschrank ist nicht der Größte, trotzdem wollen wir aus Energiespargründen keine zusätzliche  Tiefkühltruhe anschaffen, obwohl Platz genug da wäre.
Lieber wollte ich es mit Einwecken versuchen. Bei genaueren Recherchen bin ich draufgekommen, daß man fast alles Einwecken kann, sei es nun Semmelknödel (gehen dann eher in Richtung Serviettenknödel), Leberstreichwurst oder klassisch sauer eingeweckte Gemüse.
Dafür gibt es von WECK im WECK Einkochbuch auch die genauen Einkochzeiten.
Das Rezept für die Leberstreichwurst findet ihr hier. 
Somit haben wir Leberstreichwurst ohne Konservierungsstoffe und ähnlichem immer lagernd.
Äh - lagernd ist sie leider nicht mehr, da sie irgendwie sehr schnell verschwunden ist. 
Aber beim nächsten Schlechtwetter werden meine Freundin und ich gleich die 4-fache Menge machen, somit ist der WECK-Automat dann auch optimal ausgenutzt und der Energieaufwand ist wesentlich geringer, als wenn eine  von uns alleine vor sich hinköchelt.


Über Willhaben konnte ich 4 Kartons völlig neue Rexgläser sehr günstig erstehen.
Einzig die passenden Universalbügel zu bekommen, war bei uns in der Gegend nicht so einfach. Aber schließlich ist es mir doch gelungen, welche zu ergattern.


Erdbeeren ohne Ende

Heuer hatten wir wirklich eine wunderbare Erdbeerernte. Irgendwann konnten auch meine Kinder
nicht mehr alles verputzen. Täglich haben  wir über eine Woche einen Kilo Erdbeeren geerntet.

Also habe ich dann mehrmals hintereinander diese Wahnsinnsmengen zu Erdbeermarmelade verkocht. Wer weiß, ob wir nächstes Jahr wieder soviel haben.
Ich muss aber anmerken, daß unsere Laufenten sich auch ihren Anteil daran haben, sie haben sehr erfolgreich die Nacktschnecken von den Erdbeeren fern gehalten.